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Kürzere Analysen und Einschätzungen zu aktuellen Entwicklungen

CDGR-Forscher veröffentlichen regelmäßig Kommentare zu Entwicklungen in der Region. Kommentare sind kürzere analytische Beiträge, die auf konkrete Ereignisse, politische Momente oder öffentliche Debatten reagieren.

Aktuelle Kommentare

1. Juli 2026 · Zaza Broladze

The Balance of Failings: Was Georgiens Zahlungsbilanz zeigt, was das BIP niemals offenlegt

Anhand der georgischen Zahlungsbilanzdaten für 2025 argumentiert dieser Beitrag, dass die offiziellen BIP- und FDI-Zahlen ein deutlich weniger schmeichelhaftes Bild verdecken: ein großes negatives Warenhandelsdefizit, das nur teilweise durch Tourismus ausgeglichen wird, während die Rücküberweisungen im Ausland arbeitender Georgier – nicht Investitionen oder Exporte – faktisch ein Fünftel des nationalen Konsums finanzieren. Im Vergleich mit anderen postsozialistischen Staaten liegt Georgiens externes Ungleichgewicht unter den schlechtesten, neben Bosnien und Moldau, während tatsächlich neue ausländische Direktinvestitionen nur einen Bruchteil der oft als Erfolg zitierten Reinvestitions- und Gewinnabflusszahlen ausmachen.

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30. Juni 2026 · Zaza Broladze

Big Little Numbers: Die Zahlen glauben Lawrows Krokodilstränen nicht

Als Fortsetzung seines früheren Beitrags über anti-europäische Propagandanarrative stellt der Autor die Behauptungen von Lawrow, Kobachidse und Papuaschwili in Frage, wonach ein EU-Beitritt der georgischen Landwirtschaft und dem Weinbau schaden würde. Anhand des Exportwachstums Polens und der baltischen Staaten nach ihrem EU-Beitritt, der russischen Embargos gegen georgische und armenische Waren sowie einer statistischen Widerlegung von Kobachidses BIP-Behauptungen argumentiert der Beitrag, dass die Zahlen genau in die entgegengesetzte Richtung des offiziellen Narrativs weisen.

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16. Juni 2026 · Zaza Broladze

Big Little Lies: Wie anti-europäische Narrative in Georgien konstruiert werden

Vor wenigen Tagen erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow, ein EU-Beitritt würde zur vollständigen Zerstörung von Georgiens Landwirtschaftssektor führen. Eine einzige, einfache Gegenfrage genügt, um diese Behauptung zu entkräften: Wenn das stimmt, nenne man doch nur ein Land, das nach seinem EU-Beitritt tatsächlich seinen Agrarsektor verloren hat. Es gibt darauf natürlich keine Antwort, denn es handelt sich nicht um eine Tatsachenbehauptung, sondern um ein konstruiertes Narrativ.

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